Sportwetten-Ratgeber

Baseball Wetten Glossar – Alle Begriffe erklärt

Baseball Wetten Glossar – Alle Begriffe

A–H: Von At-Bat bis Home Run

At-Bat (AB) — Ein offizieller Schlagversuch eines Batters. Walks, Hit-by-Pitches und Sacrifice Bunts zählen nicht als At-Bat. Die Anzahl der At-Bats ist die Basis für die Berechnung der Batting Average.

Bankroll — Das Gesamtbudget, das ein Wetter für Sportwetten reserviert hat. Eine gut verwaltete Bankroll ist die Grundlage jeder langfristigen Wettstrategie.

BABIP (Batting Average on Balls in Play) — Batting Average, berechnet nur auf Balle, die ins Spielfeld geschlagen wurden. Der Ligadurchschnitt liegt bei etwa .300. Extreme Abweichungen signalisieren Glück oder Pech und deuten auf bevorstehende Regression hin.

Bullpen — Die Gruppe der Relief Pitcher eines Teams, die nach dem Starting Pitcher eingesetzt werden. Die Bullpen-Qualität ist entscheidend für die zweite Hälfte eines Spiels.

Closing Line Value (CLV) — Die Differenz zwischen der Quote, zu der man gewettet hat, und der letzten Quote vor Spielbeginn. Konstant positiver CLV ist der zuverlässigste Indikator für langfristigen Wetterfolg.

Closer — Der Relief Pitcher, der im neunten Inning eingesetzt wird, um eine knappe Führung abzusichern. Der Save — das erfolgreiche Abschließen eines Spiels — ist seine primäre Aufgabe.

Dezimalquote — Das in Europa gebräuchliche Quotenformat. Die Quote multipliziert mit dem Einsatz ergibt die Gesamtauszahlung. 2.50 bei 10 Euro Einsatz = 25 Euro Auszahlung.

ERA (Earned Run Average) — Erlaubte Earned Runs pro neun Innings. Die bekannteste Pitching-Statistik, aber von der Defense abhängig und daher weniger aussagekräftig als FIP.

Expected Value (EV) — Der mathematisch erwartete Gewinn oder Verlust pro Wette über eine große Anzahl von Wiederholungen. Positive EV-Wetten sind langfristig profitabel.

Extra Innings — Verlängerungsinnings, die gespielt werden, wenn nach neun Innings kein Sieger feststeht. Seit 2020 beginnt jedes Extra Inning mit einem Ghost Runner auf zweiter Base.

F5 (First Five Innings) — Eine Wette, die nur die ersten fünf Innings eines Spiels berücksichtigt. Isoliert die Starting-Pitcher-Leistung vom Bullpen.

FIP (Fielding Independent Pitching) — Misst die Pitcher-Leistung unabhängig von der Defense: nur Strikeouts, Walks und Home Runs. Korreliert besser mit zukünftiger Performance als ERA.

Flat Betting — Wettstrategie, bei der jeder Einsatz gleich hoch ist — typischerweise 1 bis 3 Prozent der Bankroll. Reduziert Varianz und schützt die Bankroll.

Futures — Langzeitwetten auf Saisonergebnisse: World-Series-Sieger, Division Winner, MVP. Werden vor oder wahrend der Saison platziert.

Ghost Runner — Der automatische Runner auf zweiter Base zu Beginn jedes Extra Innings, eingeführt 2020 und seit 2023 permanent für die Regular Season. Erhöht die Scoring-Rate in Verlängerungen. Gilt nicht in der Postseason.

Home Run — Ein Schlag, bei dem der Ball das Spielfeld über die Outfield-Mauer verlasst. Der Batter und alle Runner auf den Bases scoren. Wichtig für Over/Under- und Player-Prop-Wetten.

I–R: Inning bis Run Line

Implied Probability — Die aus der Quote abgeleitete Wahrscheinlichkeit. Formel: 1 geteilt durch die Dezimalquote. Eine Quote von 2.00 impliziert 50 Prozent.

Inning — Ein Spielabschnitt, bestehend aus je einem Schlagangriff beider Teams. Ein reguläres Spiel hat neun Innings.

Juice (Vig/Vigorish) — Die Marge des Buchmachers, eingebaut in die Quoten. Auch Overround genannt. Bei MLB-Moneylines typischerweise 3 bis 5 Prozent.

K/9 (Strikeouts per Nine Innings) — Strikeouts pro neun Innings. Misst die Dominanz eines Pitchers. Über 9.0 gilt in der modernen MLB als exzellent.

Line Movement — Veränderung der Quote zwischen Eröffnung und Spielbeginn. Verursacht durch Wettvolumen, Nachrichten oder Sharp-Money-Aktivität.

Live Wette — Eine Wette, die wahrend des laufenden Spiels platziert wird. Die Quoten passen sich in Echtzeit an den Spielverlauf an.

Moneyline — Die einfachste Wettform: Wer gewinnt das Spiel? Kein Handicap, kein Spread — nur Sieg oder Niederlage. Im Baseball die am häufigsten genutzte Wettart.

OPS (On-base Plus Slugging) — Kombination aus On-Base Percentage und Slugging Percentage. Ein schneller Indikator für die Offensivstärke eines Batters oder Teams.

Over/Under (Totals) — Wette auf die Gesamtzahl der Runs in einem Spiel. Der Buchmacher setzt eine Linie, der Wetter tippt, ob das Ergebnis darüber oder darunter liegt.

Parlay (Kombiwette) — Kombination mehrerer Einzelwetten zu einer Gesamtwette. Alle Tipps müssen korrekt sein. Höhere Quote, aber deutlich niedrigere Gewinnwahrscheinlichkeit.

Pitcher — Der Spieler, der den Ball zum Batter wirft. Im Baseball der einflussreichste Einzelspieler auf das Spielergebnis.

Platoon Advantage — Der statistische Vorteil, den Batter gegen Pitcher der entgegengesetzten Handigkeit haben. Linkshänder-Batter schlagen besser gegen Rechtshänder-Pitcher und umgekehrt.

Player Props — Wetten auf individuelle Spielerleistungen: Strikeouts eines Pitchers, Hits eines Batters, Home Runs. Unabhängig vom Spielergebnis.

Push — Eine Wette, die weder gewonnen noch verloren würde, weil das Ergebnis exakt auf der Linie liegt. Der Einsatz wird zurückerstattet.

Run — Ein Punkt im Baseball. Ein Runner, der alle vier Bases umrundet und die Home Plate erreicht, erzielt einen Run.

Run Line — Die Baseball-Version der Handicap-Wette. Standard: ±1.5 Runs. Der Favorit muss mit mindestens zwei Runs gewinnen, der Underdog darf mit maximal einem Run verlieren.

S–Z: Sabermetrics bis Zweiweg-Wette

Sabermetrics — Die Anwendung statistischer Analyse auf Baseball, benannt nach der Society for American Baseball Research. Umfasst Metriken wie FIP, wOBA, BABIP und wRC+.

Save — Die offizielle Statistik für einen Closer, der ein Spiel in einer Drucksituation erfolgreich beendet. Ein Save erfordert spezifische Bedingungen: knappe Führung, mindestens ein Inning gepitcht.

Sharp Money — Wetten von professionellen oder hochinformierten Wettern, die den Markt bewegen. Sharp-Money-Bewegungen gelten als zuverlässiger Indikator für die wahre Linie.

Spread — Allgemeine Bezeichnung für Handicap-Wetten. Im Baseball als Run Line bekannt.

Starting Pitcher — Der Pitcher, der das Spiel beginnt und typischerweise fünf bis sieben Innings wirft. Der wichtigste Einzelfaktor für jede Baseball-Wette.

Strikeout (K) — Ein Batter wird mit drei Strikes ohne erfolgreichen Schlag aus dem Spiel genommen. Ein Out für die Defense, häufig Gegenstand von Player-Prop-Wetten.

Unit — Standardisierte Einsatzeinheit im Bankroll-Management. Typischerweise 1 bis 3 Prozent der Gesamtbankroll. Ermöglicht den Vergleich von Wettergebnissen unabhängig von der Einsatzhöhe.

Value Bet — Eine Wette, bei der die angebotene Quote höher ist als die tatsächliche Wahrscheinlichkeit des Ereignisses rechtfertigt. Das Fundament jeder profitablen Wettstrategie.

WHIP (Walks plus Hits per Inning Pitched) — Misst den Baserunner-Traffic, den ein Pitcher zulasst. Unter 1.10 gilt als dominant, über 1.40 als problematisch.

wOBA (Weighted On-base Average) — Fortgeschrittene Offensivmetrik, die jeden Outcome nach seinem Run-Wert gewichtet. Präziser als OPS und Batting Average für die Bewertung der Offensivstärke.

World Series — Die Meisterschaftsserie der MLB, ausgetragen als Best-of-Seven zwischen den Champions der American League und der National League. Wichtigster Futures-Markt im Baseball-Wetten.

Zweiweg-Wette — Eine Wette mit nur zwei möglichen Ergebnissen: Sieg Team A oder Sieg Team B. Im Baseball der Standard, da es kein Unentschieden gibt. Jede Moneyline im Baseball ist eine Zweiweg-Wette.